Rennsteig 2012 – Tag 3/3 Westlicher Rennsteig

Der dritte und letzte Abschnitt des Rennsteigs ist von den Streckendaten her gesehen der einfachste. Allerdings ist nach zwei durchaus anstrengenden Tagen zuvor die Etappe nicht zu unterschätzen. Direkt nach Beginn geht es innerhalb der ersten zwei Stunden über die beiden letzten richtigen Hindernisse: den Anstieg zum Jagdberg und zum Großen Inselsberg.

Während der erste Anstieg mit maximal 20% Steigung auf Schotter in erster Linie Konzentration erfordert, um nicht in die tiefen, ausgespülten Rinnen zu kommen, ist der Inselsberg mit bis zu 30% Steigung aus Asphalt ein echter Knackpunkt. Fast 200 Höhenmeter auf etwa einem Kilometer Strecke sprechen für sich, zumal es zu Beginn noch „gemächlich“ hoch geht.

Zwischen diesen beiden Anstiegen kommt aber noch eine interessante Stelle, die weiter unten auch als Bild dokumentiert ist: Ein kurzer Hang mit über 100% Gefälle, der früher als Landehang einer kleinen Schanze diente und heute ein klein wenig Mut erfordert. Auch wenn es viele nicht glauben: Es ist einfacher, den Weg hinunter zu fahren als mit dem Rad tragend die Treppe zu nehmen.

Nach dem Inselsberg sind die restlichen 30km dem Höhenprofil nach fast nur noch bergab zu fahren. Das ist soweit auch korrekt, aber es gibt einige Gegenanstiege, die richtig fies sein können und in einigen Fällen, speziell nach Hohe Sonne im Bereich Eisenach wenig ergiebig. Der Rennsteig geht da mehrmals nur auf einen Schotterweg berghoch, während der Rennsteig-Radweg auf Schotter um den Berg herum geht, um sich direkt nach dem Hügel wieder zu treffen. Dort mal den Rennsteigradweg zu nehmen ist durchaus eine legitime Angelegenheit und wird auch im GPS-Track so gehandhabt.

Als letzte Siedlung entlang des Rennsteigs wird Clausberg durchquert, danach geht es noch einige Kilometer zwischen Wiesen, Feldern und Wald durch die Landschaft, bis Hörschel erreicht ist. Kurz am Werra-Ufer vorbeigeschaut bleibt nur noch der Abschnitt zum Bahnhof in Eisenach zu bewältigen. Als entspannter Epilog, auf fast komplett asphaltierter Weg und nur wenige Höhenmeter später ist der Bahnhof erreicht. Per Bahn zurück nach Ilmenau ist weniger aufwendig als der Trip nach Blankenstein und mit nicht ganz 1,5h Zugfahrt ist das Abenteuer Rennsteig-Befahrung in 3 Etappen auch schon beendet. Vielleicht viel schneller, als man sich das zu Beginn gedacht hatte…

GPS-Daten

3. Etappe: Ebertswiese-Hörschel

Höhenprofil
20120618-090056_Ebertswiese-Hoerschel.gpx

Epilog: Hörschel-Eisenach

Höhenprofil
20120618-134158_Hoerschel-Eisenach.gpx

Bilder

 

 

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